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Jugend unterwegs...

Am 04.11.2010 ging es für die Jugendlichen der 4 Mosbacher Jugendfeuerwehren wieder auf große Fahrt. Bereits seit einigen Jahren wird an einem Tag in den Herbstferien eine Berufsfeuerwehr, eine größere Firma oder eine zentrale Dienststelle einer Hilfsorganisation besichtigt. So konnten wir in der Vergangenheit zum Beispiel in der Untertageanlage der Bundeswehr in Neckarzimmern, dem Wasserkraftwerk in Iffezheim oder der S-Bahnwerkstatt in Ludwigshafen hautnah hinter die Kulissen blicken.

In diesem Jahr ging es mit 57 Personen in Richtung Bruchsal. Genau rechtzeitig zum Mittagessen wurden wir von Herrn Senk, Leiter der Polizeischule bei der Bereitschaftspolizeidirektion Bruchsal zum Mittagessen empfangen. Direkt im Anschluss ging es in eines der Klassenzimmer der Polizeischule. Dort erklärten uns Herr Senk und seine Kollegen die Struktur der Bereitschaftspolizei. Neben dem internen Aufbau der dortigen Polizeischule erfuhren wir auch vieles über die Ausbildung zur Polizistin / zum Polizisten. Ein anschließender Film zeigte aufschlussreich die Einsatzmöglichkeiten der Bereitschaftspolizei, sowie dem Ablauf der Ausbildung.

Danach ging es zum praktischen Teil über. In drei Gruppen aufgeteilt, erlebten wir hautnah einige praktischen Teile der Ausbildung. Zunächst erhielten wir einen Einblick in den Bereich „Fahrzeugbeherrschung“. Hierbei wurde demonstriert, wie wichtig es ist, mit den Einsatzfahrzeugen zentimetergenau umgehen zu können. Was zunächst einfach aussieht, bedarf schon einiger Übungen und einem geschulten Auge, um die Abstände richtig einschätzen zu können.

Um einiges schneller ging es dann in der zweiten Station voran. Hier wurde den angehenden Polizisten vermittelt, wie sich ihr Fahrzeug in entsprechenden Situationen verhält. Um eine ungefähre Vorstellung zu erhalten, kann man dies mit einem Fahrsicherheitstraining, zum Beispiel beim ADAC, vergleichen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussah, hatte diese Übung rein gar nichts mit den Szenen aus „Alarm für Cobra 11“ gemeinsam. Denn während sich dort in jeder Folge der eine oder andere Streifenwagen in einen Schrotthaufen verwandelt, lernen die Polizisten in Bruchsal genau dieses zu verhindern. Höhepunkt war aber sicherlich, dass die Jugendlichen selbst einmal auf dieser rasanten Tour mitfahren durften.

An der dritten Station bekamen wir einen Einblick in die taktische Ausbildung. Während normalerweise Polizeischüler in die Täter- bzw. Opferrolle steigen und ein Rollenspiel für ihre Kollegen darbieten, übernahmen wir den Part der „Täter“. Ausgangssituation war das eine Bande Jugendlicher durch lautes Geschrei, einen Anwohner um den wohlverdienten Schlaf brachte. Daraufhin kam die Meldung „randalierende Jugendlichen“ an die Streifenbeamten. Als diese am Ort des Geschehens eintrafen, machten sie sich zuerst ein Bild über die Lage, bevor sie auf die Jugendlichen zu gingen. Nach einigen Beschimpfungen, folgte dann der Platzverweis. Die Jugendlichen zeigten sich wenig einsichtig über diesen, was letztendlich zur Folge hatte, dass der Rädelsführer die Beamten begleiten „durfte“. Auch wenn es in dem Fall nur ein Spiel war, bemerkte der Ausbilder, dass die Jugendlichen im wahren Leben nicht auf eine derartige Milde zu hoffen bräuchten.

Der letzte Programmpunkt war die Schießanlage. Hierbei wurde uns detailliert erklärt, wie die entsprechenden Übungen ablaufen und welche Schritte zum Erzielen eines positiven Ergebnisses notwendig sind. Auch hierbei wird, wie in den vorangegangen Stationen auch, extrem auf die Sicherheit geachtet. Insgesamt vier Ausbilder sind gleichzeitig in der Halle um mögliche Fehler rechtzeitig zu erkennen. Nach einer umfassenden Erklärung der technischen Ausstattung eines Beamten, durften wir, wenn auch hinter einer schusssicheren Scheibe, live bei einem Schießdurchgang dabei sein.

Zum Abschluss trafen sich alle Gruppen wieder im Schulungsraum, wo sich Jörg Kirschenlohr, stellvertretend für alle Teilnehmer, bei Herrn Senk und seinen drei Kollegen mit einem kleinen Präsent bedankte. Danach ging es mit dem Bus wieder in Richtung Heimat.

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